Joe Blackwell Art
DER ACHTE TAG.
DER ACHTE TAG.
Wo MICHELANGELO den Lebensfunken einfängt, der vom Schöpfer zum Geschaffenen übergeht, hinterfragt THE EIGHTH DAY. die Leere zwischen göttlicher Planung und biologischer Realität.
Im Buch Genesis wurde die Welt in sieben Tagen vollendet. Blackwell deutet an, dass das Werk unvollendet blieb.
Die ikonische Hand Adams streckt sich aus – nicht nach der Berührung Gottes, sondern nach der chemischen Architektur eines fast leeren Pillendöschens. Verziert mit einem eindringlich schlichten Smiley-Gesicht, repräsentiert das Gefäß die moderne Reliquie: die Notwendigkeit der Medizin, um die von der Schöpfung versprochene „Perfektion“ zu erreichen.
Ausgehend von seiner eigenen Geschichte der Krebsgenesung und der technischen Klarheit, die eine ADHS-Diagnose mit sich brachte, erforscht Blackwell das Konzept des achten Tages – des Tages, an dem die Menschheit die Werkzeuge in die Hand nahm, um die Fehler eines „perfekten“ Schöpfers zu beheben. Es ist eine Erzählung der Ernüchterung und des Trotzes. Wäre der Entwurf vollständig, wäre die Flasche nicht erforderlich.
Die Materialität der Resilienz: Das Werk ist eine Meisterklasse der industriellen Subversion. Komplett aus international-versandtauglichem, verstärktem Karton gefertigt, wurde das Material aufgrund seiner unnachgiebigen, undurchdringlichen Natur ausgewählt. Bei Studiotests widerstand das Substrat dem Eindringen von frei fallenden Skalpellen – was die mentale und physische Rüstung widerspiegelt, die zur Bewältigung medizinischer Traumata erforderlich ist. Der Hintergrund zeigt einen Regressionsheiligenschein, der direkt in die Rückwand eingraviert ist, ein buchstäbliches „Herausschneiden“ eines heiligen Raums, um Platz für menschliches Eingreifen zu schaffen.
Eines existiert. Dies ist es.
// 80cm × 50cm // Verstärkter Architekturkarton, Industrieklebstoff, handgeschnittene Collage // Gravierter Regressions-Heiligenschein // Rückseitig signiert & datiert // 1 von 1
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